Reifendruck für Karmänner

von Peter Rieser

Normalerweise wird mit verhältnismässig niedrigem Luftdruck vorne und hinten gefahren, laut Werksangaben mit 1.2 / 1.7 atü (1.2 / 1.8 atü bei Belastung). Diese Empfehlung ist ein Kompromiss zwischen Fahrkomfort und Mehrbelastung der Radlager und Radaufhängungsteile, wobei diese Mehrbelastung sehr gering und somit vernachlässigbar ist.

Im Normalbetrieb wird eine Luftdruckdifferenz von 0.6 - 0.9 atü empfohlen, was unter Beibehaltung des vorderen Reifendrucks von 1.2 atü für die Hinterachse 1.8 atü ergibt, wodurch die Fahreigenschaften besser werden. Der Luftdruck kann noch weiter erhöht werden, sollte allerdings 1.5 atü vorne und 2.4 atü hinten nicht übersteigen.


Luftdruckmessung


Regelmässige Überprüfung ist wichtig für die Fahreigenschaften und kann die Lebensdauer der Reifen erheblich beeinflussen.
Zu beachten ist, dass die Tankstellen-Messgeräte unter Umständen erheblich voneinander sowie vom richtigen Wert abweichen (daher lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Prüfers).

Der Luftdruck sollte immer bei kalten Reifen geprüft werden, bei warmen Reifen kann dieser um bis zu 0.3 atü höher liegen.

 

Obige Angaben gelten sowohl für Radial- als auch Gürtelreifen, wobei Gürtelreifen in jedem Fall mit hohem Luftdruck gefahren werden. Geheimtipps von Reifenhändlern, nach welchen Gürtelreifen mit niedrigem Luftdruck gefahren werden müssen, sind nicht zutreffend und sogar verkehrt.